Wölfe im Schafspelz

Irrlehre am Wort Gottes


Der Papst

 

Papst (von griechisch πάππας, pappas, „Vater, Bischof“; kirchenlat. papa; mhd. babes[t]) ist der religiöse Titel des Oberhaupts der römisch-katholischen Kirche (auch: Heiliger Vater oder Santo Padre).

 

DAS PAPSTTUM


Eine Schlüsselfigur zum Verständnis der Endzeit Päpste ist der Zisterzienser Abt Joachim von Fiore, der um die Wende des 12 . Jahrhunderts mit seiner flammenden Falschprophetie eine ungeheuere geistige Bewegung auslöste. Er kündigte das Kommen eines Neuen Zeitalters (New Age) an, nämlich das Reich des Hl. Geistes, das das alttestamentliche Reich des Vaters und das neutestamentliche Reich des Sohnes ablösen würde. Eine neue Kirche sollte an die Stelle der bisherigen Petrus-Kirche treten, die johannische Geistkirche. Die Sukzessionskette der Päpste, die angeblich bis auf Petrus zurückführt, sollte nun einer Sukzession weichen, die auf Johannes zurückgeht. (Friedrich Heiler, Die Religionen der Menschheit, Stuttgart 1980, S.449).

Diese spiritualistische Bewegung war die Triebfeder aller Kreuzritter, Mystiker, Vorreformatoren und mündete schließlich in die Reformation ein. Die johannische Geistkirche ist der mystische Hintergrund aller Johannes Bewegungen wie Johanniter Ritter, Johannis Loge, Johannes Bruderschaft, Brüder vom gemeinsamen Leben, Gottesfreunde, Begarden, Bogmilen, Hugenotten usw. So paradox es klingen mag, die stockkatholischen Kreuzritter (Johanniter, Templer), die durch Gnosis, Kabbala u. Rosenkreuzerei re-judaisiert und damit arianisiert aus dem Hl. Lande zurückgekehrt waren, wurden die eigentlichen Schrittmacher zur Reformation Luthers.

Der innerste Kreis aller Kreuzritter Orden, der Orden hinter den Kulissen, war der in Frankreich gegründete Zions-Orden oder auch Prieure de Sion (Älteste von Zion) genannt. Sie bestanden hauptsächlich aus Juden, und ihr Symbol war die Lilie und das M.  Warum das M, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Das M erschien auch auf dem Baphomet-Kopf, den die Templer verehrten. Weil sich der Zions-Orden, der in der breiten Öffentlichkeit als Johanniter Orden in Erscheinung trat, seine lückenlose Tradition bis auf Johannes den Täufer zurückverfolgen konnte, hat jeder Herrenmeister der Prieure de Sion den Beinamen Johannes angenommen, und die Amtsbezeichnung "Nautonier", lat.: nauta = Steuermann.  (Licoln-Baigent-Leigh, Der Heilige Gral und seine Erben, Lübbe, 1984, S.98. 359).

Als im Jahre 1963 Jean Cocteau, der 22 .Johannes und Herrenmeister der Zions Ritter im Sterben lag, war bereits sein Nachfolger als 23. Johannes bestimmt, ein gewisser Monsignore Roncalli, der als Kardinal in Mesembrina in die Freimaurer-Loge aufgenommen wurde. (Pier Carpi, Die Prophezeiungen von Papst Joh. XXIII., Rom 1976.)  Als Papst Johannes XXIII. streifte er sich den Fischerring über und hatte damit das Jahrtausend Ereignis perfekt gemacht: Der 23. Johannes des Zions-Ordens war zugleich der 23. Johannes auf dem Papstthron!

Der Freimaurer Jan K.Lagutt schreibt in seinem Buch Grundstein der Freimaurerei, Zürich 1971, S.138: "Man kann sich ruhig fragen, weshalb der derzeitige Papst den Namen Johannes angenommen hat, einen Namen, der seit Jahrhunderten von keinem Papst mehr getragen worden war. Ist es nur Zufall? Mögen die Uhren Roms in mehreren Stücken auch anders gehen, so weiß man dort ebenso genau als anderswo, daß wir im ersten Frührot einer Neuen Ära leben.“

Man muß wissen, daß der letzte Papst mit dem Namen Johannes ein Epigone Joachims v. Fiore war, ein Gegenpapst, der das johannische Papsttum gegen das petrinische durchsetzen wollte, damals aber noch nicht damit durchdrang. An diesen Gegenpapst schloß sich Roncalli bewußt an, als er sich Johannes nannte, und wie der Gegenpapst: Johannes der 23.

Noch ein Aspekt darf in diesem Zusammenhang nicht verschwiegen werden: Die sogenannten Weissagungen des Malachias, eines irischen Mönches, der ebenfalls im 12. Jahrhundert lebte, also genau in der Zeit Joachims v. Fiore und der Blütezeit des Zions Ordens. Erst 1188 trennten sich die Templer ab und bildeten einen eigenen Orden. In den Weissagungen des Malachias werden alle Päpste vom 12. Jahrhundert an bis zum letzten Papst, den es geben wird, aufgezählt; nicht mit Namen natürlich, aber mit Nummerierung und jeder Papst wird mit einem lateinischen Prädikat, das ihn oder seine Arbeit speziell charakterisiert, versehen. Und darin liegt die eigentliche Weissagung. Insgesamt sind es 113 Päpste. Der jetzige Papst Wojtyla ist der 110. Papst, danach kommen noch drei, dann gibt es keine Päpste mehr. Der 107. Papst, also Johannes XXIII., ist mit dem Prädikat "pasteur et nautonier" versehen (lateinisch: pastor et nauta = Hirte und Steuermann).

Ich glaube nicht, daß es sich hier tatsächlich um eine "Weissagung" dreht, sondern einfach um ein Programm, das in der internen Machtzentrale des Zions Ordens vor vielen Jahrhunderten ausgearbeitet worden und seither durchgezogen wird.

Ich habe für diese Annahme genügend Hinweise. Das Unerklärliche liegt ja nicht nur darin, daß Malachias alle Päpste vorausgesehen haben will, sondern auch darin, daß er genau für den 107. Papst die Bezeichnung "nautonier" eingesetzt hatte. Das weist ganz klar auf einen Zusammenhang zwischen den Malachiasweissagungen und den Prieure de Sion hin; denn auch der Herrenmeister der Zionsritter heißt "Nautonier".

Zufall? Weissagung? Bei diesen Leuten will ich einfach nicht an göttliche Weissagung glauben, eher an Methode und Planung. Man denke nur an die sog. Protokolle der Weisen von Zion aus dem 19 .Jahrhundert, in denen die Weltherrschaft durch Zion und den Zionismus vorausgesagt wird. Wahrscheinlich sind beide: die Malachiasweissagungen und die Protokolle der Weisen von Zion von den Prieure de Sion verfaßt.

Außerdem ist es doch sehr erstaunlich, daß die Malachiasweissagungen einen Papst mit dem Namen Johannes der 23. und der Bezeichnung nautonier genau zu dem Zeitpunkt auftreten läßt, als bei den Zionsrittern der 22. Johannes gestorben war.

Dahinter steckt Methode, außerdem haben die johannischen Päpste noch eine Rechnung zu begleichen: der johannische Gegenpapst Joh.XXIII. drang im 13. Jahrhundert nicht durch. Jetzt aber war die Zeit reif, die petrinische Papstlinie zu durchbrechen. Und das tat der Roncalli Papst durch das 2. Vatikanische Konzil sattsam.

Der Nachfolger des Roncalli Papstes erscheint auf der Malachias Liste als der 108.Papst und hat das Prädikat flos florum (Blume der Blumen). Es war Paul VI. In seinem Wappen erscheint tatsächlich die flos florum, die Lilie. Und ausgerechnet die Lilie ist auch das Wappen der Zionsritter. Zufall? Kaum! Das andere Zeichen des Zions Ordens - wir erwähnten es schon - ist das M, das auch die Templer hatten. Das M erscheint seltsamerweise auf dem Wappen des jetzigen Papstes Wojtyla.

Ab Joh. XXIII. sollen alle Päpste Freimaurer sein, auch der 33 Tage Papst Joh. Paul I., der angeblich einem Ritualmord zum Opfer gefallen war. Dieser 33 Tage Papst empfahl den Luzifer Freimaurer G. Carducci als Vorbild für die Jugend.

Von Carducci stammt die Satanshymne "Inno a Satana": 
"Und schon erzittern Mitren und Kronen / Heil dir, Satan / o Rebellion / o rächende Kraft der Vernunft“.

Carducci war Gründer der Propaganda Freimaurerei in Italien (Propaganda Due = P 2) . Mitglied war auch der Wojtyla Intimus Kardinal Marzinkus.

Über die Logenmitgliedschaft der beiden Päpste Joh. XXIII (Roncalli) und Paul VI. (Montini) wurde in konservativen katholischen Kreisen viel gemunkelt. Den Beweis aber konnte keiner erbringen. Das mußte ein weltlicher Journalist der Corriere della Sera besorgen, Pier Carpi. Er schildert in dem Buch Die Prophezeiungen von Papst Johannes XXIII (Rom 1976) die Erhebung des damaligen Kardinals Roncalli in den 7. Grad der Freimaurerloge Der Ritter und die Rose  in Mesembria. (Pier Carpi, Die Prophezeiungen von Papst Joh.XXIII., Rom 1976).

Ein weiterer Beweis, daß auch Paul VI. Freimaurer war, kam aus der Loge selbst. Der Hochgradfreimaurer (33°) Janie Ayala Ponce schreibt in seinem Buch Introduccion a la Franemasonria (Mexiko 1983, Teil 1) über die existierenden Aufnahmeakten von Roncalli und Montini in einer Pariser Loge, die in den Freimaurerzirkeln kursieren. Er bringt sogar ein Bild, das Montini im Ephod des Hierophanten zeigt. Gewiß war Montini judenstämmig. Aber einen Ephod tragen heute nur noch die Priester der Freimaurer Hochgrade. Ponce kündigte an, die Aufnahmezertifikate der beiden in die Pariser Loge in seinem zweiten Band zu veröffentlichen.

Und damit sind wir beim jetzigen Papst, Karol Wojtyla, Johannes Paul II. Was dieser Papst in seiner bisherigen Amtszeit sich schon alles geleistet hat, geht wirklich auf keine Kuhhaut mehr, z.B.:
5. 9. 1980: Ansprache in Accra: "Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, Worte der Freundschaft an meine islamischen Brüder und Schwestern zu richten."
31. 5. 1980: Ansprache in Paris: "Mit großer Freude begrüße ich Sie Muslime, als unsere Brüder im Glauben an Gott. "
15. 2. 1981: Ansprache in Karatschi: "Ich grüße alle Männer und Frauen guten Willens und jedweden Glaubens. "
1. 2. 1986: Gebet des Papstes am Gandhi Denkmal: "Unser aller Herr und Gott, wir flehen deinen Segen herab auf die Anhänger aller religiösen Traditionen... Mache uns fähig, o Herr, mit dir und miteinander eine Weltgemeinschaft aufzubauen, die die ganze Welt umfaßt."

Einen Höhepunkt als Missionar für den Götzendienst erlebte der Papst beim Kongreß der Religionen in Assisi. Da forderte er für sich die Rolle eines religiösen Weltenführers. Wojtyla hatte alle Religionen zum gemeinsamen Gebet nach Assisi eingeladen. Und sie kamen alle: Krethi und Plethi, Mullas und Yogis, Hotten und Totten, Hindus und Moslems. Friede, Friede keine Gefahr. Mutter Teresa war auch da und Weltkirchenratschef Castro. Gleich neben dem Papst saß der Dalai Lama, göttliches Oberhaupt der Buddhisten. Fehlen durften natürlich auch nicht die beiden Präsidenten des Weltbaptistenbundes und des Methodistischen Weltbundes.

Man bedenke: die altchristlichen Märtyrer weigerten sich standhaft, den Göttern zu opfern und wurden deswegen gefoltert und zu Tode geschunden. Sie wußten, daß die Anerkennung fremder Religionen Abfall von Gott ist. Und nun kommt dieser Gnom aus Rom und lädt die Götterpriester, um deren Ablehnung willen die Märtyrer grausam sterben mußten, nach Assisi ein, wo sie ihren Götterdienst zelebrierten, in einer christlichen Kirche! Auf dem Altar dieser christlichen Kirche hatte man frivol eine Buddha Statue aufgestellt.

Zu Beginn seiner Indienreise zeichnete eine Hindu Priesterin dem Papst das Tilak Symbol an die Stirn. Das Tilak-Zeichen hat seinen Namen von dem Brahmanen Bal Ganghedar, einem indischen Götterpriester. Als Einweihungsritus erhalten seine Jünger das Tilak-Symbol, einen roten Punkt an die Stirn. Es ist das Zeichen des Gottes Schiwa, dem Gott der Zerstörung, der nach indischem Glauben Herr der Welt wird (Luzifer). Sein Symbol ist der Phallus (männl. Geschl.Organ).

Daß sich der Papst mittlerweile schon öfters mit dem Dalai Lama getroffen hat, der sich für eine Inkarnation Buddhas hält, fügt sich nahtlos ein in Wojtylas Freimaurer Mentalität.
Laut einer Quelle ist die Mutter des Papstes, eine Kaczorowska= Katz, Jüdin. Vor diesem Hintergrund wird dann auch verständlich, daß der Papst am Sonntag, den 13 4. 86 den Oberrabbiner Elio Toaff umarmte und zu einer Feier in der Synagoge neben ihm Platz nahm. Wojtyla betonte in seiner Predigt: "Siehe wie fein und wie lieblich, wenn Brüder einträchtig beisammen sind" (Ps.132). Brüder oder Logenbrüder?

Papst Wojtyla ist Ehrenmitglied des Rotary-Club (Spiegel 21/83) und Mitglied der freimaurerischen Vereinigung Chain des Rotiseur (Bayr. Rundschau 1 .6. 86).

Abschließend noch ein grundsätzliches Wort zur katholischen Kirche bzw. Hure Babylon: Die Katholische Kirche, Papst, Vatikan usw. ist nicht der Antichrist, sondern Hure Babylon. Hure Babylon aber bedeutet: da ist noch Volk Gottes drin; denn es heißt ja "gehet aus mein Volk aus Babylon". Und weil die Katholische Kirche die Große Hure ist, kann man annehmen, daß der Anteil an Volk Gottes in ihr auch größer ist, als in den Hurentöchtern. Das lehrt auch die Erfahrung. Katholiken, besonders junge, neigen immer zu einem konsequenten Christentum, wenn sie aus Babylon herauskommen. Das liegt daran, daß ihnen weder das christliche Keuschheitsideal fremd ist noch die Absage an die Welt und das Bekennen (Beichten) der Sünden, während der Protestant mit seiner billigen Gnadenlehre, seiner Genußmentalität u. seinem "Sag' s Gott und der Wand, so ist die Sünde unbekannt" nur sehr schwer zu einer radikalen Nachfolge Christi zu bewegen ist.
Also, in der Hure ist noch Volk Gottes drin, vergeßt das nicht, die müssen herausgerufen werden.

Aus aktuellem Anlass dem Buch von Norbert Homuth  Die Verführung des Antichristen  entnommen.

Horst Koch, Herborn den. 6. 4. 2005

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Was sagt die Katholische Kirche über sich selbst?

 

Was kennzeichnet die Römisch-Katholische Kirche (RKK) oder Katholische Kirche (KK)? Die nachfolgenden Zitate sind u.a. aus folgenden Werken entnommen:
Josef Neuner/Heinrich Roos, Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung, neubearbeitet von Karl Rahner u. Karl-Heinz Weger, 10. Aufl. 1979 (abgekürzt: Neuner-Roos); sowie aus:
Katechismus der Katholischen Kirche, 1993 (abgekürzt: KKK). Beide Werke werden in der Regel nicht nach Seiten, sondern nach Nummern zitiert.

1. Die Kirche ist der mystische Leib Christi und als solcher das Ursakrament. Sie ist unsichtbar und sichtbar zugleich. Sie ist das Gottesvolk des Neuen Bundes.

"Die Kirche ist ja in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit" ("Lumen gentium" 1; s. Neuner-Roos Nr. 408).

2. Die Zugehörigkeit zur Kirche beruht auf der Taufe und ist heilsnotwendig. Unverschuldete Unkenntnis der Kirche schließt aber nicht vom Heil aus.

"Durch die Taufe werden wir von der Sünde befreit und als Söhne Gottes wiedergeboren; wir werden Glieder Christi, in die Kirche eingefügt und an ihrer Sendung beteiligt: 'Die Taufe ist das Sakrament der Wiedergeburt durch das Wasser im Wort.`" (KKK Nr. 1213).

"Außerhalb der Kirche kann niemand gerettet werden. Freilich sind nicht alle, die in unüberwindlicher Unwissenheit über Christus und seine Kirche leben, schon aufgrund dieser Unwissenheit ewig zu verdammen. Denn vor den Augen des Herrn trifft sie keine Schuld, der will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Er schenkt auch jedem seine Gnade, der sich nach Kräften müht, so daß er die Rechtfertigung und das ewige Leben erreichen kann. Diese Gnade erhält aber keiner, der von der Einheit des Glaubens oder von der Gemeinschaft der Kirche aus eigener Schuld getrennt ist und so aus diesem Leben scheidet. Wer nicht in dieser Arche ist, wird in der Sintflut umkommen" (Neuner-Roos Nr. 369).

3. Die Kirche wird definiert als die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

"Die einzige Kirche Christi, die wir im Glaubensbekenntnis als die eine, heilige, katholische und apostolische bekennen ... in dieser Welt als Gesellschaft verfaßt und geordnet, ist verwirklicht in der KK, die vom Nachfolger Petri und den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird. Das schließt nicht aus, daß außerhalb ihres Gefüges vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden sind, die als der Kirche Christi eigene Gaben auf die katholische Einheit hindrängen" ("Lumen Gentium" 8; s. Neuner-Roos Nr. 411).

"Zu dieser katholischen Einheit des Gottesvolkes ... sind alle Menschen berufen. Auf verschiedene Weise gehören ihr zu oder sind ihr zugeordnet die katholischen Gläubigen, die anderen an Christus Glaubenden und schließlich alle Menschen überhaupt, die durch die Gnade Gottes zum Heile berufen sind" ("Lumen Gentium" 13; s. Neuner-Roos Nr. 416).

"Die Heilsabsicht umfaßt auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslime, die sich zum Festhalten am Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einzigen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird."

"Wenngleich Gott Menschen, die das Evangelium ohne ihre Schuld nicht kennen, auf Wegen, die er weiß, zum Glauben führen kann, ohne den es 'unmöglich` ist, ihm 'zu gefallen` (Hebr 11,6), so liegt doch auf der Kirche die Notwendigkeit und zugleich das heilige Recht der Verkündigung der Frohbotschaft" ("Ad gentes" 7; KKK Nr. 848).

4. Kennzeichnend für die KK ist die Unterscheidung zwischen Klerus und Laien sowie das hierarchisch gestufte Amt.

"Die Kirche Christi ist ... nicht eine Gemeinschaft von Gleichgestellten, in der alle Gläubigen dieselben Rechte besäßen. Sie ist eine Gesellschaft von Ungleichen, und das nicht nur, weil unter den Gläubigen die einen Kleriker und die andern Laien sind, sondern vor allem deshalb, weil es in der Kirche eine von Gott verliehene Vollmacht gibt, die den einen zum Heiligen, Lehren und Leiten gegeben ist, den andern nicht. Man unterscheidet zwei kirchliche Gewalten: die Weihegewalt und die Leitungs- und Regierungsgewalt" (Neuner-Roos Nr. 394).

"Der Priester handelt nur deshalb an Stelle des Volkes, weil er die Person unseres Herrn Jesus Christus vertritt, insofern dieser das Haupt aller Glieder ist und sich selber für sie opfert; er tritt folglich an den Altar als Diener Christi, niedriger als Christus stehend, aber höher als das Volk. Das Volk aber, das unter keiner Rücksicht die Person des göttlichen Erlösers darstellt noch Mittler ist zwischen sich selbst und Gott, kann in keiner Weise priesterliche Rechte genießen." (Neuner-Roos Nr. 721.723).

5. Dem Papst kommt als dem Nachfolger des Apostels Petrus und dem Stellvertreter Christi auf Erden die Leitungs-, Lehr- und Rechtsprechungsgewalt sowie - unter bestimmten Bedingungen - das Charisma der Unfehlbarkeit zu.

"Wer also behauptet: nicht aufgrund der Einsetzung von Christus dem Herrn selber, d.h. aufgrund göttlichen Rechts habe der heilige Petrus seine beständigen Nachfolger im Vorrang über die gesamte Kirche, oder: der Bischof von Rom sei nicht der Nachfolger Petri in diesem Vorrang, der sei ausgeschlossen" (Neuner-Roos Nr. 443).

"Wir bestimmen, daß der Heilige Apostolische Stuhl und der römische Bischof den Vorrang über den ganzen Erdkreis innehat, weiter, daß dieser römische Bischof Nachfolger des heiligen Petrus, des Apostelfürsten, wahrer Stellvertreter Christi, Haupt der gesamten Kirche und Vater und Lehrer aller Christen ist; daß ihm im heiligen Petrus die volle Gewalt, die ganze Kirche zu weiden, zu regieren und zu verwalten von unserem Herrn Jesus Christus übergeben ist" (Neuner-Roos Nr. 434).

"Wenn der römische Bischof in höchster Lehrgewalt (ex cathedra) spricht, das heißt, wenn er seines Amts als Hirt und Lehrer aller Christen waltend in höchster, apostolischer Amtsgewalt endgültig entscheidet, eine Lehre über Glauben oder Sitten sei von der ganzen Kirche festzuhalten, so besitzt er aufgrund des göttlichen Beistandes, der ihm im heiligen Petrus verheißen ist, jene Unfehlbarkeit, mit der der göttliche Erlöser seine Kirche bei endgültigen Entscheidungen in Glaubens- und Sittenlehren ausgerüstet haben wollte. Diese endgültigen Entscheidungen des römischen Bischofs sind daher aus sich und nicht aufgrund der Zustimmung der Kirche unabänderlich. Wenn sich jemand - was Gott verhüte - herausnehmen sollte, dieser unserer endgültigen Entscheidung zu widersprechen, so sei er ausgeschlossen" (Neuner-Roos Nr. 454).            

6. Die KK empfiehlt die Verehrung der Heiligen als Fürsprecher sowie der "Gottesmutter" Maria als Urbild der Kirche.

"Die Einheit der Erdenpilger mit den Brüdern, die im Frieden Christi entschlafen sind, wird also keineswegs unterbrochen, sie wird vielmehr nach dem beständigen Glauben durch die Mitteilung geistlicher Güter gestärkt ... Denn dadurch, daß die, die im Himmel sind, inniger mit Christus vereint werden, festigen sie die ganze Kirche stärker in der Heiligkeit ... hören sie nicht auf, ... beim Vater für uns einzutreten, indem sie die Verdienste darbringen, die sie durch den einen Mittler zwischen Gott und den Menschen, Christus Jesus, auf Erden erworben haben ... Daher findet durch ihre brüderliche Sorge unsere Schwachheit reichste Hilfe ... Unser Gebet für die Verstorbenen kann nicht nur ihnen selbst helfen: wenn ihnen geholfen ist, kann auch ihre Fürbitte für uns wirksam werden" ("Lumen gentium" 49f.; KKK Nr. 955f.958).

"Die Jungfrau Maria ... wird als wahre Mutter Gottes und des Erlösers anerkannt und geehrt ... 'Sie ist ausdrücklich Mutter der Glieder (Christi), ... weil sie in Liebe mitgewirkt hat, daß die Gläubigen in der Kirche geboren werden, die jenes Hauptes Glieder sind`" ("Lumen gentium" 53; KKK Nr. 963).

"Sie hat, frei von jeder persönlichen oder erblichen Verschuldung und immer mit ihrem Sohn aufs innigste verbunden, Ihn auf Golgatha zusammen mit dem gänzlichen Opfer ihrer Mutterrechte und ihrer Mutterliebe dem Ewigen Vater dargebracht als neue Eva für alle Kinder Adams, die von dessen traurigem Fall entstellt waren. So ward sie, schon zuvor Mutter unseres Hauptes dem Leibe nach, nun auch aufgrund eines neuen Titels des Leids und der Ehre im Geiste Mutter aller seiner Glieder. Sie war es, die durch ihre mächtige Fürbitte erlangte, daß der schon am Kreuz geschenkte Geist des göttlichen Erlösers am Pfingsttag der neugeborenen Kirche in wunderbaren Gaben gespendet wurde. Sie hat endlich dadurch, daß sie ihr namenloses Leid tapfer und vertrauensvoll trug, mehr als alle Christusgläubigen zusammen, als wahre Königin der Märtyrer ’ergänzt’ was an den Leiden Christi noch fehlt ... für seinen Leib, die Kirche` (Kol 1,24). Sie hat den geheimnisvollen Leib Christi, der aus dem durchbohrten Herzen des Heilands geboren ward, mit derselben innigen Mutterliebe und Sorge begleitet, womit sie das Jesuskind in der Krippe und an ihrer Brust umhegte und nährte. Ihrem unbefleckten Herzen haben Wir vertrauensvoll alle Menschen geweiht. Möge sie, die hochheilige Mutter aller Glieder Christi, strahlend jetzt in der Himmelsglorie mit Leib und Seele und herrschend droben mit ihrem Sohn, von Ihm inständig erflehen, daß reiche Ströme der Gnade unaufhörlich herabfließen vom erhabenen Haupt auf die Glieder des geheimnisvollen Leibes" (Neuner-Roos Nr. 482).

 

Katholische Sonderlehren, die sich nicht in der Bibel finden, nach Jahreszahlen geordnet:

355: Der römische Bischof beansprucht: Er sei der Papst, der direkte Nachfolger des Apostelfürsten Petrus.

375: Heiligenverehrung (nach Röm 1,25 Götzendienst) wird offiziell eingeführt.

397: Als Folge davon entwickelt sich der Reliquienkult (Überreste von verstorbenen Bischöfen und Heilig      gesprochenen werden als wundertätig verehrt; magisches Denken).

431: Maria, die Mutter Jesu, wird als »Mutter Gottes« oder »Gottesgebärerin« dogmatisiert.

529: Es bilden sich die ersten Mönchsorden (Benediktiner) in Italien.

550: Einführung des »Sterbesakraments« (letzte Ölung)

592: Behauptung eines »Fegefeuers« nach dem Tod

688: Kreuze aus Holz, Stein oder anderen Materialien sollen angebetet werden.

715: Heilige sollen im »Gebet« angerufen werden können (nach 3. Mo 19,31 Spiritismus).

787: Bilder können verehrt werden (entgegen dem Bilderverbot aus 2. Mo 20,4).

1074: Die Priester sollen ehelos bleiben (Zölibat; entgegen 1. Tim 4,1-5; 1. Kor 9,5).

1100: Seelenmessen für Verstorbene werden eingeführt.

1115: Der Ablaß wird eingeführt (Freikauf von zeitlichen Sündenstrafen aus dem Fegefeuer durch Bußleistungen oder Geld).

1208: Das Rosenkranzbeten wird eingeführt (»Gebet« zu Maria; Spiritismus).

1215: Die Transsubstantiationslehre wird dogmatisiert (substantielle Verwandlung des Brotes und Weines in den Leib und das Blut Jesu Christi zur Sündenvergebung).

1246: Einführung von »Fronleichnam« (Verehrung des »Leibes Christi« bzw. der Hostie im Tabernakel).

1414: Der Wein wird dem Kirchenvolk vorenthalten, es bekommt nur noch die Hostie (das Brot) - gegen Mt 26,27: »Trinket alle daraus!«.

1545: Tridentinisches Konzil mit folgenden Beschlüssen der katholischen Kirche. Unter anderem:
1563: 1. Wer behauptet, allein durch den Glauben werde der Sünder gerechtfertigt, der sei ausgeschlossen! (aus der Kirche, von der Erlösung)
2. Wer behauptet, die empfangene Gerechtigkeit werde nicht vor Gott durch gute Werke vermehrt, sondern diese Werke seien nur Früchte und Zeichen der erlangten Rechtfertigung, der sei ausgeschlossen!

1564: Die Apokryphen werden zum Wort Gottes erklärt.

1854: Unbefleckte Empfängnis Marias wird dogmatisiert (Maria habe Jesus geboren, weil sie selbst sündlos war. Wäre Maria sündig gewesen, hätte auch Jesus Sünden gehabt) - gegen Röm 3,10: »Da ist keiner, der gerecht ist, nicht einer!«

1871: Die »Unfehlbarkeit« des Papstes wird behauptet und dogmatisiert (s.o.).

1950: Maria sei leibhaftig zum Himmel aufgefahren (Mariä Himmelfahrt) (findet sich nirgends in der Heiligen Schrift)

 

Zusammenstellung: Dr. Lothar Gassmann, Am Waldsaum 39, D-75175 Pforzheim

*Quelle: http://www.horst-koch.de/joomla_new/content/view/28/43/

Die Freimaurerei


Einleitung

Freimaurerei in Kürze

Die Freimaurerei ist eine im Mittelalter gegründete Bewegung. Die Mitglieder treffen sich in Logen zu ihren „Gottesdiensten“. Während sich die Brüder treffen, darf über alles gesprochen werden, ausser über Religion und Politik. Für den Freimaurer ist es egal, welcher Religion er angehört, er wird sogar ermutigt, seine Pflichten in der jeweiligen Religion zu erfüllen. Eigentlich ist in der Freimaurerei alles geheim. Es darf nichts nach aussen dringen. Trotzdem ist schon vieles durch ehemalige, aber auch durch aktive Freimaurer ans Licht gekommen. Weil die Freimaurerei so geheim ist gibt es unzählige Vermutungen und Verschwörungstheorien. Die Freimaurerei gibt es weltweit. Sie ist jedoch nicht einheitlich. Es gibt zahlreiche Splitter- und Untergruppen, die sich zum Teil gegenseitig die Anerkennung absprechen. So gibt es auch Logen, in denen esoterische bis satanistische Praktiken vorkommen. Bsp. Geistige Loge Zürich. Die Predigt in dieser Loge stammt von einem Geist aus dem Jenseits, welcher die Botschaften einem Medium vermittelt.1

Die Informationen dieses Seminars stammen grösstenteils aus dem Buch von Dr. Martin Hohl-Wirz mit dem Titel „Freimaurerei; Wurzeln, Ziele, Hintergründe“. Der Autor war selber in Zürich einer Loge beigetreten. Doch als er ein paar Monate später zum Glauben an Jesus Christus fand, wurde es ihm möglich, wieder auszutreten. Er behandelt in seinem Buch die „Hauptlogen“. Kurt Koch behandelt die Bewegung in seinem Buch „Das Okkulte ABC“ und er warnt davor.

Warum einen ganzen Tag zu diesem Thema?

Wichtig ist zu wissen, dass sehr viele einflussreiche Persönlichkeiten der Weltgeschichte Freimaurer waren.2 Wolfgang Amadeus Mozart, J.W.Goethe; G.E.Lessing; J.G. Herder; J.G. Fichte; Bach der Erfinder der Bachblüten; Adolph Freiherr von Knigge; Walt Disney; Charles S. Chaplin; Henry Ford; Samuel Colt (Faustfeuerwaffen); King Camp Gillette (Rasierapparate); Philippe Suchard (Schokolade); Alexander Fleming (Entdecker des Penicillins); Edmund Brehm (Brehms Tierleben); Sir Baden-Powell (Gründer Pfadfinderbewegung); einige Könige Englands waren Freimaurer; in den USA gehörte ein grosser Teil der Präsidenten einer Freimaurerloge an. Tragisch sind die vielen protestantischen Pfarrer und auch die Geistlichen der anglikanischen Kirche, die gleichzeitig zu ihrem geistlichen Dienst Freimaurer waren. Wir werden noch sehen, warum das aus der Sicht der Bibel nicht akzeptierbar ist.

In der Schweiz sind die Freimaurer durch die Grossloge Alpina vertreten. Dieser Loge ist auch die Luzerner Loge angeschlossen. Der Gründer der Luzerner Loge ist auch der Gründer der Luzerner Kantonalbank. Weiter wurde auch das Blindenheim in Horw von den Luzerner Freimaurern gegründet. Auf ihrer Homepage geben sie an, noch weitere wohltätige Werke gegründet zu haben3: „Suppenanstalt, Verein für Krankenpflege, Luzerner Lungensanatoriumsverein, Lese- und Wärmestube, Städtisches Altersasyl, Feuerbestattungsverein, Samariterverein“. Die Luzerner Loge
1 Kurt E. Koch. Okkultes ABC. 1988. S.146
2 Hohl-Wirz. Kap 5. S.69-90
3 Homepage Fiat Lux.
Stadtmission Luzern, biblischer Unterricht Die Freimaurerei
10.12.09 Seite 2 von 9 Register 4.4
selber gibt heute einen Bestand von 55 Mitgliedern an. Da es ein Geheimbund ist und nicht bekannt ist, wer dazugehört, muss diese Zahl mit Vorsicht genossen werden.

Ziele dieser Einheit darlegen

 Sachliche Information über die Freimaurerei.
 Wenn Personen Kontakt zu Freimaurerei haben oder hatten, sollen sie Befreiung erfahren.
 Mögliche Einflüsse der FM auf unseren Glauben sollen anhand der Bibel entlarvt werden.
 Teilnehmer lernen solche Lügengebäude von der Bibel her zu prüfen

„Humanität, Toleranz, Wohltätigkeit und vor allem Suche

Die Freimaurer verstehen sich als eine ethisch-humanitäre Vereinigung freier Männer von gutem Ruf. Ihr Bund umfasst geistig aufgeschlossene, nach Erkenntnis strebende Männer aus allen Berufen und Klassen. Freimaurerei erwartet und fordert von ihren Mitgliedern Toleranz gepaart mit Humanität. Sie ist ausgerichtet auf Männer, die in brüderlicher Gemeinschaft Toleranz und Humanität, Wohltätigkeit und Wohlwollen lehren und lernen wollen, unabhängig von religiösen, sozialen, weltanschaulichen, rassischen und nationalen Unterschieden. Freimaurerei ist eine internationale, strikt demokratische und undogmatische Geistes- und vor allem Gesinnungsgemeinschaft, welche die Vernunft als einzige und letzte Instanz betrachtet, die über Methoden, Wahrheit und Irrtum jeder Erkenntnis entscheidet und die das freie, unabhängige Denken des Menschen auszeichnet. Der Freimaurerbund bezweckt die Pflege des Wahren, Guten und Schönen im Menschentum, die sittliche Veredlung seiner Mitglieder und versucht dadurch beizutragen zur Verminderung des physischen und moralischen Übels in der Welt. Der Freimaurerbund anerkennt und verteidigt die Freiheit des Glaubens und des Gewissens. Die Freimaurerei gibt keiner bestehenden Kirche oder Religionsgemeinschaft einen Primat; sie respektiert jede religiöse Überzeugung und Praktizierung. Sie duldet aber keinerlei konfessionelle Auseinandersetzungen in ihren Reihen und an ihren Zusammenkünften. Der Freimaurerbund verhält sich gegenüber politischen Parteien beziehungsweise der Parteizugehörigkeit seiner Mitglieder strikt neutral; er lässt in seinen Reihen keine parteipolitischen Diskussionen zu. Die Eigentümlichkeit dieses Bundes besteht darin, dass er sein Brauchtum, das er aus dem mittelalterlichen Bauwesen ableitet, allein in der Abgeschiedenheit der Tempel oder in geschlossenen Konferenzen pflegt und dass sich die Mitglieder als «Bruder» anreden. Freimaurerei hat in der heutigen Welt keine einfache Stellung. Die Wissenschaft des zu Ende gehenden Jahrhunderts führte die Menschheit nicht zur Bruderschaft, sondern steigerte im Gegenteil ihren Egoismus, die rücksichtslose Aggressivität, ihre Angst und Unsicherheit. In diesem Kampf aller gegen alle steht eine Gruppe von Männern, die wahre Bruderschaft sucht, oft vereinsamt da. Freimaurerei ist aber auch heute noch von grosser Bedeutung für Männer, die bereit sind, sich durch Selbsterkenntnis den Weg zu einer ethischen Lebensgrundlage zu öffnen.“4

4 Selbstdarstellung auf der Homepage der Luzerner Loge

Stadtmission Luzern, biblischer Unterricht Die Freimaurerei
10.12.09 Seite 3 von 9 Register 4.4
„Freimaurerei ist das Streben nach einer Menschheit, die in Frieden und gegenseitiger Achtung lebt. Sie stellt den Menschen in den Mittelpunkt und setzt sich für die Brüderlichkeit, Grundrechte und Würde aller Menschen ein. Freimaurerei ist eine Philosophie, ein Wegweiser. Vor allem ist die Freimaurerei aber die Arbeit der Freimaurer an sich selbst, und das positive Wirken in der Gesellschaft. “5

Zusammenfassend gesagt:
 Sie wollen Frieden auf Erden schaffen
 Humanität, Toleranz und Brüderlichkeit
 Durch Selbsterkenntnis und Selbsterziehung einen neuen und besseren Menschen schaffen
Viele dieser Ziele könnten wir als Christen unterstützen. Einige sind sehr christlich. Das Problem ist, dass die Freimaurer diese Anliegen ohne Christus realisieren wollen. Eine genauere Gegenüberstellung folgt noch.

Ihre Praktiken

Aufnahme
Freimaurer können nur erwachsene Männer über 25 Jahre werden. Es gibt auch Frauenlogen und gemischte Logen, deren Anerkennung intern umstritten ist. Ein Mann, der eintreten will, muss einen guten Ruf haben, finanziell unabhängig sein, körperlich unversehrt sein, und soll ein suchender sein. „Um Freimaurer zu werden, muss man das Licht suchen.“ In den USA werden Schwarze ausgeschlossen. Die Freimaurer prüfen Interessierte. Neben einem Auszug aus dem Strafregister treten Informatoren mit dem Suchenden in Verbindung, um ihn zu prüfen.
Wird jemand zugelassen, erfolgt ein Initiationsritus. Vor der eigentlichen Aufnahme erhält der Neophyt in einer Dunkelkammer, bei Kerzenlicht mit Bibel und Totenkopf, noch einmal die „Gelegenheit, seinen Schritt zu überdenken“. Anschliessend wird er mit verbundenen Augen, teilweise entkleidet und ohne jegliche persönliche Habe („blind“, „nackt“ und „arm“) vor die Tempeltüre geführt. Nachdem der Zeremonienmeister dreimal für ihn angeklopft hat, wird ihm geöffnet. Nun tritt er in diesem Zustand drei symbolische Reisen im Tempel („auf Erden“) an, wobei er mit den Elementen Erde, Luft, Wasser und Feuer in Berührung kommt. Schliesslich legt der Kandidat sein „Gelöbnis“ ab, und die Augenbinde wird ihm abgenommen. So hat der Suchende symbolisch durch das Dunkel zum „Licht“ gefunden. „Der zum Lehrling Aufgenommene wird mit den Symbolen bekannt gemacht, mit Zeichen, Erkennungsworten und besonderen Handgriffen. Er empfängt den weissen Schurz als Symbol sittlicher Reinheit und weisse Handschuhe, die ausdrücken sollen: wie die Hände, so sollen auch die Gesinnung und die Handlungen immer unbefleckt bleiben.“6

Der Lehrling darf nun an allen freimaurerischen Veranstaltungen teilnehmen: Rituelle Arbeiten, Instruktionsabende, Vorträge (zum Teil öffentlich), Diskussionsabende, Tafellogen, Brudermahl, Trauerlogen. Es gibt auch Anlässe, die sich nicht von normalen Vereinsanlässen unterscheiden.
5 Homepage Freimaurer Fiat Lux Luzern.
6 Hohl-Wirz. S.45
Stadtmission Luzern, biblischer Unterricht Die Freimaurerei
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Johannis Maurerei

Die Johannis Maurerei ist weltweit am meisten verbreitet. Sie heisst so, weil Johannes der Täufer ihr Schutzpatron ist. In der Johannis Maurerei werden die Maurer in drei Grade eingeteilt Lehrling, Geselle und Meister.
- Lehrling: (vom Dunkel zum Licht) Der Lehrling wird unter anderem in die freimaurerische Symbolik eingeführt. Er lernt sich als „rauhen Stein “ kennen, den er zu behauen lernen muss, damit er als kubischer Stein in den „Tempel der Humanität“ eingefügt werden kann (eigentlich ein biblisches Bild. Die Freimaurer beziehen sich auf den Bau des salomonischen Tempels. Sie bauen den zweiten Tempel, den Tempel der Humanität.) Die Bibel lernt er als Symbol für die allgemein verpflichtende Sittenlehre betrachten. Das für den Lehrlingsgrad kennzeichnende Symbol ist dasjenige des Lichtes. Es geht um Erleuchtung.

- Geselle (reifender Geist): Der Anwärter wird mit offenen Augen in die Loge geführt. Er ist jetzt schon fortgeschritten. Drei Versuchungen sind ein Thema: Geld, Ruhm und Macht, die durch Gold, Lorbeer und Schwert symbolisiert sind. Der Geselle lernt eine maurerische Weisheitslehre um den Versuchungen des Lebens widerstehen zu können. Wichtige Symbole sind: ein Flammender Stern, in dessen Zentrum der Buchstabe G steht. Ein umfassendes Symbol des Gesellengrades und der Freimaurerei. Der Flammende Stern (Fünfeck; Pentagramm) wird verschieden gedeutet. Symbol des wachenden und reifenden Geistes; Gott erscheint als das „ewige Licht das in den Herzen der Menschen wiederstrahlt.“
- Meister (Leben, Tod und Auferstehung): Der Geselle wird zum Meister erhoben. Dabei wird bildlich eine Legende um Hiram Abiv dargestellt. ( In dieser Legende geht es um den salomonischen Tempel von Jerusalem. Hiram Abif von Tyrus soll der Erbauer dieses Tempels gewesen sein. Er wurde jedoch von drei seiner Gesellen erschlagen. Daher machte er von Tubalkain geführt eine Reise in das Innere der Erde. Im Mittelpunkt der Erde war das Reich des Urvaters Kain. Kain erzählte vom Leiden, das Gott ihm zugefügt hat. Er gibt Hiram seinen Steinmetzhammer und sendet ihn zurück auf die Erde, um sein Werk zu vollenden. Hiram ist für die Freimaurer so etwas wie Jesus Christus. Er wurde ungerecht ermordet, war tot und wurde wieder zum Leben erweckt!) Das Ritual sieht so aus: „Nachdem der Geselle das Vorbereitungsverfahren, die Reisen mit dem Totenschädel um und über einen Sarg sowie das Gelöbnis hinter sich gebracht hat, wird er symbolisch mit drei Hammerschlägen „getötet“, zu Boden geworfen und mit einem Tuch bedeckt. „Der Geselle erlebt die Identifikation mit dem Meister Hiram, dem vorbildlichen Menschen. Im Grabe erfolgt die Läuterung; er wird vorbereitet auf die grosse Wandlung, Abstreifen des alten Adam und Geburt des neuen Menschen.“
Nun wird dem Liegenden das neue Meisterwort ins Ohr geflüstert und er wird von einem Bruder wieder auf die Beine gestellt. Die Themen in diesem dritten Johannisgrad sind: Angst vor dem Tod; Überwindung des Todes; Wiedergeburt und Auferstehung (Ohne Jesus Christus).

Hochgrad Maurerei

Nun gibt es auf den drei Graden aufgebaut noch die Hochgradmaurerei. Diese ist ein Geheimnis des Ordens und darum auch umstritten. Die Namen der Hochgradmaurer sind den Johannismaurern nicht bekannt. Trotzdem ist die Hochgradmaurerei (auch Schottischer Ritus) am meisten verbreitet. Dieser Ritus ist in 33 Grade eingeteilt.
7 Hohl-Wirz. S.47f
8 Hohl-Wirz S.49
Stadtmission Luzern, biblischer Unterricht Die Freimaurerei
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Jüdisch- architektonische Grade
4. Geheimer Meister
5. Vollkommener Meister
6. Geheimer Sekretär
7. Vorsteher und Richter
8. Intendant der Gebäude
9. Auserwählter Meister der Neun
10. Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
11. Erhabener Auserwählter Ritterorden
12. Gross – Architekt
13. Meister des königlichen Gewölbes (sehr wichtiger Grad. Die Freimaurerei erreicht in diesem Grad ihren esoterischen Höhepunkt)
14. Grosser Auserwählter Vollkommener und Erhabener Maurer
Religiös- christliche Grade:
15. Ritter des Ostens oder des Schwertes
16. Meister oder Prinz von Jerusalem
17. Ritter vom Osten und Westen
18. Ritter vom Rosenkreuz (meistens wird nur dieser Grad rituell bearbeitet. Dabei spielt die Aufschrift INRI eine Rolle. Statt „Jesus Nazarenus Rex Judaeorum“ heisst es übersetzt „durch das Feuer erneuert sich die Natur zur Gänze“. Wichtig sind auch die Themen Kreuz, Abendmahl, der gute Hirte)
Freiheitlich aufgeklärte Grade (auch philosophische Grade)
19. Hoher Priester oder Erhabener Schotte (Kampf gegen alle völkischen und religiösen Werte, Gesetze, Ordnungen und Autoritäten)
20. Obermeister aller regulären Logen
21. Noachit oder Preussischer Ritter
22. Ritter der Königlichen Axt oder Prinz von Libanon
23. Meister des Tabernakels oder des Allerheiligsten
24. Obermeister oder Prinz des Tabernakels bzw. Des Allerheiligsten
25. Ritter der Ehernen Schlange
26. Schottischer Trinitarier oder Prinz der Gnade
27. Ritterkommandant oder Obermeister des Tempels
28. Ritter der Sonne
29. Grossschotte des heiligen Andreas
30. Ritter Kadosch; kadosch = heilig; Vergeltungsgrad (Initiationsritus: drei Degenstiche gegen die Papstkrone, die Königskrone und die Bürgerkrone; Damit wird die Rache an weltlicher, kirchlicher und bürgerlichen Macht ausgedrückt. Umwerfen der drei Säulen des Tempels; Weisheit, Schönheit, Stärke; )
Der 30. Grad ist praktisch der höchsterreichbare. Die folgenden Grade sind administrativer Art.
Administrative Grade:
31. Grossrichter oder Gossinspektor-Inquisitor-Kommandeur
32. Meister des königlichen Geheimnisses
33. Souveräner General-Grossinspekteur


Ihre geistigen Wurzeln

Wie diese kurze Übersicht zeigt, vereinigt die Freimaurerei verschiedenste Strömungen. Es ist deshalb aufschlussreich, die geistigen Wurzeln der Freimaurerei zu betrachten.
Bauhüttentradition: Es gibt verschiedene Auffassungen. Im Mittelalter gab es Steinmetze, die für bedeutende Bauten gebraucht wurden. Diese organisierten sich überregional. Weil sie nach getaner Arbeit weiterzogen, wohnten sie während der Bauzeit in Bauhütten. Auftraggeber waren meistens kirchliche und weltliche Autoritäten. Die Steinmetze genossen durch ihre überregionale Tätigkeit mehr Freiheiten als andere. So wurden ihre Hütten auch Zufluchtsorte für Freidenker aller Art. So wurden mit der Zeit auch Nicht-Steinmetze „angenommene“ Maurer. 1717 wurde in London die erste Grossloge gegründet. Heute stammt noch der Name, Versammlungsort (Loge) der arbeitende Mensch, und viele Symbole (Wasserwaage, Zirkel, Senkblei, Massstab, Reissbrett, Schurz, rauher Stein) aus dieser Tradition.

Verehrung menschlichen Schaffens: Der Freimaurer baut am Reich Gottes auf Erden. Sie sind stark diesseitig ausgerichtet. Das Reich Gottes soll durch die menschliche Tat auf Erden verwirklicht werden. Arbeit ist Gottesdienst. Taten haben absolute Bedeutung Worte sind relativ. Die Taten sollen in Weisheit, in Schönheit und Kraft geschehen. Jeder soll seine Pflicht tun. Doch auch die Erholung hat ihren Platz.
Kain und seine Nachkommen werden als Vorbilder hingestellt. Kain war fortschrittlicher als Abel, weil er sich nicht mit dem natürlichen Gottgegebenen zufrieden gab. Gott habe ungerecht und willkürlich gehandelt weil er Kains Opfer abgelehnt habe. Nach der Hiram Legende war der schon erwähnte Hiram ein Nachkomme Kains. Weiter wird Grossmeister Moses (Pyramiden) und Grossmeister Nebukadnezar (Babylon) gefeiert.

Mönchtum und Ritterorden: Die Freimaurer bewahrten und pflegten Wissen und Können und strebten wie die Mönche nach persönlicher Vervollkommnung. Die Templer, ein Ritterorden, waren Ritter verschiedenster Nationalität. Sie mussten im Heiligen Land gemeinsam kämpfen. Das war nur möglich, indem sie nationale Eigenheiten tolerierten oder sogar vermischten. Auffallend sind die vielen Rittergrade der Hochgradmaurerei

Mysterienbünde: Wahrscheinlich ist die Freimaurerei von ägyptischen und griechischen Mysterienbünden mitgeprägt. Deutlich wird das durch den Glauben an „höhere“ Erkenntnis, die stufenweise Einweihung sowie kultische Handlungen, Riten und Symbole. Das Streben nach Vervollkommnung, nach höheren Bewusstseinsebenen und die Suche nach Licht sind esoterische Elemente.

Jüdische und christliche Tradition: Dazu haben wir schon vieles gehört. Jüdisch:Kain, salomonischer Tempel, hebräische Codewörter. Christlich: Bibel, INRI, eine Art Abendmahl, Kennwort Emmanuel usw. Das Verwirrende ist, dass die Bibel mit von Menschen erfundenen Ritualen und Legenden verflochten wird. Die Freimaurerei relativiert selber die jüdische und christliche Tradition, indem sie in den höheren Stufen die „Freiheitlich aufgeklärten Grade“ sehen.

Humanismus und Aufklärung: Die Ideale der Freimaurerei entstammen dem Humanismus und der Aufklärung. Lessing, Goethe, Herder und Fichte, die Denker der Aufklärung, waren Freimaurer. Es könnte sein, dass sie in den Logen sicher waren vor der Macht der Kirche und des Staates. Im 19.
9 Hohl-Wirz. S.10f


Grade geht es darum, die einzelnen Religionen zu überwinden und alle in den Religionen enthaltenen Wahrheiten in einer Überreligion zusammen zu fassen. Im 30. Grad wird mit einem Degenstich die Macht von Kirche, Staat, und der unwissenden Masse entmachtet. Das bedeutet, dass der Ritter Kadosch (heilige Ritter!) die völlige Vorurteilslosigkeit erlangt habe, die unbedingte geistige Freiheit.
Reformation und Protestantismus: Zur Zeit der Reformation war die Katholische Kirche stark verknüpft mit den weltlichen Herrschern. Die Aufklärung und auch die Reformation waren Bewegungen gegen dieses Machtgebäude. Konservative Katholiken behaupten, die Freimaurer seien eine Waffe des Protestantismus, um ihre Kirche zu zerstören. Ich denke, dass das eine Verschwörungstheorie ist. Trotzdem können die zentralen Freimaurerischen Ideen der Glaubens- und Gewissensfreiheit ihren Ursprung im Protestantismus haben.

Viele Geistliche der anglikanischen Kirche und viele liberale Pfarrer predigten am Sonntag von der Kanzel und unter der Woche besuchten sie die Logen. Ist das möglich?

Freimaurerei – Christentum vereinbar?

Übereinstimmungen
Freimaurer haben bedeutende Werke geschaffen, die wir als Christen als gut und wichtig bezeichnen. Sie haben Dinge erreicht, bei denen wir nicht einfach so sagen können „Das ist schlecht.“ Was können wir gegen ein Blindenheim sagen? Die Freimaurer kämpfen zum Teil für durchaus positive Anliegen. Sie predigen Werte, die durchaus christlich sind. Sie wollen Frieden schaffen. Sie suchen Brüderlichkeit. Ihnen ist Toleranz gegenüber anders Denkenden wichtig. Die Freimaurer wollen einen neuen Menschen schaffen. Es ist durchaus positiv, dass sie entdeckt haben, dass der Mensch besser, ja neu gemacht werden muss. Der Mensch braucht Veränderung. Reichen diese Übereinstimmungen, dass ein Christ Freimaurer sein kann? Es gibt nun sehr vieles in der Freimaurerei, das sich mit überzeugtem Christsein nicht vereinbaren lässt.

Unvereinbarkeiten
Die Freimaurer wollen Frieden auf Erden schaffen. Das soll möglich sein durch Toleranz oder durch Schweigen. Das Verbot, in den Logen über Religion und Politik zu sprechen ist ein Versuch, Frieden zu schaffen. Weil unterschiedliche Wahrheiten in Religion und Politik Streit geben, ist jegliche Diskussion untersagt. Es entsteht ein Scheinfriede. Eine Scheinbrüderlichkeit. Unterschiede werden durch Schweigen beseitigt. Ist dieser Friede tief? Die Freimaurer lehnen alle absoluten Wahrheiten ab. Jede Religion wird toleriert und als wahr bezeichnet, auch wenn sie widersprüchliche Aussagen machen. Der Freimaurer will mit Toleranz Frieden auf Erden schaffen. Das ist nur möglich auf Kosten der Wahrheit. Gleichzeitig erheben die Freimaurer selbst einen Absolutheitsanspruch. „Die Freimaurerei ist also tolerant mit den in ihrem Sinn Toleranten, aber selbst intolerant mit ihren Gegnern, die sie als 'intolerant' verurteilt.“10

Die Freimaurerei erhebt sich zum Richter über alle Religionen und erklärt alle für gleichwertig. Gleichzeitig übernimmt die Freimaurerei die Dinge, die ihr passen und vermischt sie mit ihren Legenden. In der Hochgradmaurerei wird die Religion in den höchsten Graden (freiheitlich aufgeklärte Grade) hinter sich gelassen. „... haben bereits alle Stadien religiöser Zweifel hinter sich und stehen auf der Stufe einer über alle 'Dogmatik', alle 'Vorurteile' erhabenen Ethik und
10 Hohl-Wirz. S.124
Weltanschauung“11 Die Freimaurer in der Hochgradmaurerei sehen sich als die guten Hirten der Menschheit.

Jesus selbst wird als humaner Mensch und Vorbild gesehen. Jesus Christus sei tot und lebt heute nur durch seine Lehre weiter. (Das lehrt auch die liberale Theologie) Den Wahrheitsanspruch von Jesus lehnen sie ab. Hier stehen sich zwei Wahrheitsansprüche gegenüber. Entweder ist der Absolutheitsanspruch der Bibel, oder der des Freimaurers falsch. Jesus sagt in Joh 14,6 von sich: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

Worte sind für den Freimaurer relativ. (Deshalb arbeiten sie lieber mit Bildern und Symbolen. Diese lassen freie Interpretationen zu.) Taten sind wichtiger als Worte. Die Taten sieht man. In der Bibel steht jedoch klar: „Am Anfang war das Wort“12 (Joh 1,1). Oder Mt 24,35: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“ All die schönen und wundervollen Bauten der Menschen werden vergehen. Doch Gottes Worte, Gottes Wahrheiten bleiben bis in alle Ewigkeit. Das heisst nun nicht, dass Christen, passive Schwätzer und Hörer sein sollen. Die Bibel geht davon aus, dass wir nicht nur fromm reden, sondern auch aktiv sein sollen. So schreibt Jakobus in Jak 1, 22: „Seit aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein.“ Den Freimaurern müsste man sagen: „Seit Täter des Wortes, nicht Täter des Schweigens“

Kain wird als Vorbild für menschliches Schaffen hingestellt. Er und seine Söhne haben grosses erreicht. Gott wird vorgeworfen, er habe willkürlich und ungerecht gehandelt. In Heb 11,4 steht: „Durch den Glauben hat Abel Gott ein besseres Opfer dargebracht als Kain; deshalb wurde ihm bezeugt, dass er gerecht sei, da Gott selbst es über seinen Gaben bezeugte; und durch den Glauben redet er noch, obwohl er gestorben ist.“ Abel glaubte Gott, Kain nicht. Abels Tod redet bis heute. Das heisst sein Glaube ist bis heute Vorbild für das, was Gott sich von uns Menschen wünscht. Die Parteinahme für Kain und sein Opfer spricht im Grunde genommen mehr als tausend Worte. Wer sich auf Kains Opfer beruft, beruft sich auf tote Werke. Werke die Gott nicht annimmt. Werke die ohne Anerkennung zu finden in Rauch aufgehen.

Die Freimaurer behaupten die Bauleute des zweiten Tempels zu sein. Dem Tempel der Humanität. Sie selbst seien die rohen Steine, die behauen und zu diesem Tempel zusammengefügt werden sollen. Damit werden sie zu den Bauleuten, die in der Bibel beschrieben sind: Apg 4,11.12 „Er ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist. Und in keinem anderen ist das Heil, auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.“ Es ist als wenn diese Verse für die Freimaurer geschrieben wären. Jesus will der Eckstein, will das Fundament sein und nicht irgend ein vielleicht noch wichtiger Stein unter anderen. Weiter sagt die Bibel in Ps 127,1: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran arbeiten.“ Der Freimaurer will sich selber zu einem besseren Menschen machen, um dann zu einem guten Hirten für die Menschheit zu werden. Der Mensch setzt Gott ab und will selber humaner werden. Das ist eine Unterschätzung Gottes und eine Überschätzung des Menschen. Diese Überschätzung führt zu unerträglichen Lasten und zu Enttäuschung, weil die hoch gesteckten Ideale nie erreicht werden. Es ist genau das, was Jesus den Pharisäern vorwarf (Lk 11,46). „Ihr beladet die Menschen mit unerträglichen Lasten.“ Sie luden den Menschen Lasten auf. Sie predigten aus menschlicher Kraft unerreichbare Ideale. Von der Bibel her steht klar, dass sich der Mensch nicht
11 Hohl-Wirz. S.52
12 Goethe, der Freimaurer war, drehte diesen Vers um und schrieb bewusst: „Am Anfang war die Tat!“; Hohl-Wirz. S.15
selber verändern kann. Er kann bis zu einem gewissen Grad sein Verhalten „verbessern“, doch das eigene Herz kann er nicht verändern. Nur Gott kann uns durch seinen Heiligen Geist zu einem neuen Menschen machen.

Der Freimaurer muss ein Suchender sein und ein Suchender bleiben. Christen sind nicht Licht Suchende. Jesus sagt: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Joh 8,12“

Die Freimaurer glauben an einen „Allmächtigen Baumeister aller Welten.“ Das ist ihr Gott. Einige sagen, das ist der gleiche wie der biblische Gott oder wie Allah. Der ABaW ist jedoch nicht identifizierbar und hat keinen konkreten Namen. Zwischen ihm und den Freimaurern besteht ein Arbeitsverhältnis. Im Gegensatz zum biblischen Verständnis, das von einem Liebesverhältnis spricht. Zum Teil wird AbaW in den höheren Graden Jabulon genannt.13 Das ist eine Zusammensetzung zwischen Jahwe, Baal und Osiris. Gott soll mit Götzen vereinigt werden. Geht es in den Geschichten des Alten Testamentes nicht immer wieder darum, dass Gott sein Volk strafte, weil es fremde Götter anbetete. Soll nun Gott plötzlich mit einem Götzen vereinigt werden. Das ist gotteslästerlich.

Schlussfolgerungen

Die Freimaurerei ist ein gefährlicher Kult, der nicht mit der Bibel und dem Christentum unter einen Hut gebracht werden kann. Es gibt zahlreiche Theorien, dass die Freimaurer die geheimen Regenten der Welt seien. Dass alle einflussreichen Stellen mit Freimaurern besetzt seien. Das könnte sein, doch ist das nicht ausschlaggebend. Schlussendlich hat in dieser Welt Gott das letzte Wort. Wenn es auch Machtgebäude gibt, so ist Gott der Mächtigste. Zudem sind die Ideale von Toleranz, Humanismus usw. auch sonst allgemeingültiges Gedankengut in unserer „gebildeten und aufgeklärten“ Gesellschaft. Jesus Christus hat auch bei Nicht-Freimaurern keinen Platz mehr. Besonders nicht als Sohn Gottes mit absolutem Wahrheitsanspruch.

Freimaurer setzten sich zusätzlich okkulten Elementen aus, welche den Menschen versklaven. Sie sprechen Schwüre aus, und begehen okkulte Rituale. Das geht nicht ohne Spuren am Mensch vorüber. Ein Freimaurer, der sich zu Christus bekehrt, braucht daher befreiende Seelsorge.
Die Freimaurerei ist in diesem Fall eine weitere Ablenkung von Christus weg auf den Menschen. Sie will verhindern, dass Menschen die Wahrheit finden. Doch Jesus Chrisus ist gekommen um die Verlorenen zu suchen und zu retten. Auch die Freimaurer.
13 Hohl- Wirz. S. 97

*Quelle: http://irrglaube.parlaris.com/ftopic9385.html

Die Jesuiten

 

Der Schwur der Jesuiten


Ich ........................................ (Name des zukünftigen Mitglieds der Jesuiten), werde jetzt, in der Gegenwart des allmächtigen Gottes, der gebenedeiten Jungfrau Maria, des gesegneten Erzengels Michael, des seligen Johannes des Täufers, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und all der Heiligen und heiligen, himmlischen Heerscharen und zu dir, meinem geistlichen Vater, dem oberen General der Vereinigung Jesu, gegründet durch den Heiligen Ignatius von Loyola, in dem Pontifikalamt von Paul III. und fortgesetzt bis zum jetzigen, hervorgebracht durch den Leib der Jungfrau, der Gebärmutter Gottes und dem Stab Jesu Christi, erklären und schwören, daß seine Heiligkeit, der Papst, Christi stellvertretender Vize-Regent ist; und er ist das wahre und einzige Haupt der katholischen und universellen Kirche über die ganze Erde; und daß aufgrund des Schlüssels zum Binden und Lösen, der seiner Heiligkeit durch meinen Erlöser Jesus Christus, gegeben ist, er die Macht hat, ketzerische Könige, Prinzen, Staaten, Republiken und Regierungen aus dem Amt abzusetzen, die alle illegal sind ohne seine heilige Bestätigung, und daß sie mit Sicherheit vernichtet werden mögen. Weiter erkläre ich, daß ich allen oder irgendwelchen Vertretern deiner Heiligkeit an jedem Platz, wo immer ich sein werde, helfen und beistehen und sie beraten und mein äußerstes tun will, um die ketzerischen protestantischen oder freiheitlichen Lehren auf rechtmäßige Art und Weise oder auch anders auszurotten, und alle von ihnen beanspruchte Macht zu zerstören.

Ich verspreche und erkläre auch, daß ich nichtsdestoweniger darauf verzichte, irgendeine ketzerische Religion anzunehmen, um die Interessen der Mutterkirche auszubreiten und alle Pläne ihrer Vertreter geheim und vertraulich zu halten, und wenn sie mir von Zeit zu Zeit Instruktionen geben mögen, sie nicht direkt oder indirekt bekanntzugeben durch Wort oder Schrift oder welche Umstände auch immer; sondern alles auszuführen, das du, mein geistlicher Vater, mir vorschlägst, aufträgst oder offenbarst ...

Weiter verspreche ich, daß ich keine eigene Meinung oder eigenen Willen haben will oder irgendeinen geistigen Vorbehalt, was auch immer, selbst als eine Leiche oder ein Kadaver, sondern bereitwillig jedem einzelnen Befehl gehorche, den ich von meinem Obersten in der Armee des Papstes und Jesus Christus empfangen mag. Daß ich zu jedem Teil der Erde gehen werde, wo auch immer, ohne zu murren, und in allen Dingen unterwürfig sein will, wie auch immer es mir übertragen wird ... Außerdem verspreche ich, daß ich, wenn sich Gelegenheit bietet, unbarmherzig den Krieg erkläre und geheim oder offen gegen alle Ketzer, Protestanten und Liberale vorgehe, wie es mir zu tun befohlen ist, um sie mit Stumpf und Stiel auszurotten und sie von der Erdoberfläche verschwinden zu lassen; und ich will weder vor Alter, gesellschaftlicher Stellung noch irgendwelchen Umständen halt machen. Ich werde sie hängen, verbrennen, verwüsten, kochen, enthäupten, erwürgen und diese Ketzer lebendig vergraben, die Bäuche der Frauen aufschlitzen und die Köpfe ihrer Kinder gegen die Wand schlagen, nur um ihre verfluchte Brut für immer zu vernichten. Und wenn ich sie nicht öffentlich umbringen kann, so werde ich das mit einem vergifteten Kelch, dem Galgen, dem Dolch oder der bleiernen Kugel heimlich tun, ungeachtet der Ehre, des Ranges, der Würde oder der Autorität der Person bzw. Personen, die sie innehaben; egal, wie sie in der Öffentlichkeit oder im privaten Leben gestellt sein mögen. Ich werde so handeln, wie und wann immer mir von irgendeinem Agenten des Papstes oder Oberhaupt der Bruderschaft des heiligen Glaubens der Gesellschaft Jesu befohlen wird."
(Quelle: Prof. Dr. Walter Veith, Kapstadt)

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